Ambulanter Hospizdienst Altena-Nachrodt

 

 

Der Ambulante Hospizdienst steht für die beratende Betreuung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Ziel ist es, für den Patienten eine möglichst gute Lebensqualität bis zum Tode zu erreichen. Leiden soll dabei möglichst optimal gelindert und die Begleitung gemäß der Wünsche des Patienten auch soziale, seelisch-geistige und religiös-spirituelle Aspekte beinhalten. Die Arbeit geschieht, soweit möglich, an dem vom Patienten gewünschten Ort. Zeitlicher Schwerpunkt ist die Phase, in der sich Sterben und Tod abzeichnen. Sie kann aber auch schon vorausschauend früher einsetzen.

Das Leistungsprofil 

• Psychosoziale Begleitung beim Umgang mit der Krankheit 

• Hilfe beim Verfassen einer Patientenverfügung 

• Gespräche mit Ärzten 

• Vernetzung aller Beteiligten an Betreuung und Pflege

•Wir…

•…besuchen unheilbar Erkrankte, Sterbende und ihre Angehörigen zu Hause,

•…bieten Ihnen Zeit zum Zuhören und zum Gespräch.  Zeit haben wir auch zum gemeinsamen Nachdenken,  

•…übernehmen kleine Handreichungen, (allerdings keine Pflege),

•…versuchen, unter Achtung seiner Freiheit und Würde,  auf die Bedürfnisse des kranken Menschen einzugehen,

•…begleiten auch die Angehörigen, wenn sie  es wünschen,

•...unterstehen der Schweigepflicht.

Leben bis zuletzt

Ambulante ökumenische Hospizgemeinschaft Altena-Nachrodt

     

Am 05. November 2015 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz zur Verbesserung der Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland beschlossen.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Schwerkranken Menschen Hilfe im Sterben zu bieten ist ein Gebot der Menschlichkeit. Dazu gehört jegliche medizinische, pflegerische, psychologische und seelsorgliche Hilfe, die einen Menschen in der letzten Lebensphase begleitet“

Die Auswirkungen für unsere Hospizgemeinschaft halten sich sicher in engen Grenzen. Wichtig ist nur, dass das Bewusstsein für dieses wichtige Thema auch die Gesetzgebung erreicht hat. Wenige Tage nach diesem Beschluss diskutierte der Bundestag das Thema „Sterbehilfe“ .

Bei den wirklich ernsthaft vorgetragenen Argumenten zeigte sich, dass die Angst vor einem „menschenunwürdigen“ Lebensende die Beiträge bestimmten.

Wir, die Mitglieder der Hospizgemeinschaft, wollen und können helfen. Wir begleiten bevorzugt Menschen, die ihre letzte Lebensphase zuhause oder auf einer Palliativstation verbringen. Das schließt eine Begleitung für Heimbewohner natürlich nicht aus. Die ambulante Betreuung hat einen besonderen Stellenwert, weil wir durch die Unterstützung zuhause ein „Leben bis zuletzt“ in den eigenen vier Wänden bzw. im Kreis der Familie zu ermöglichen helfen. 

Wir sind nicht nur für die Sterbenden da, sondern auch als Gesprächspartner für die Angehörigen. Denn geteilte Sorgen werden tragbarer. Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen, für uns steht immer die Zuwendung und nicht die Pflege im Vordergrund.

Melden Sie sich bitte bei uns, wenn weitere Therapien keinen Heilungserfolg mehr versprechen, sondern nur die Lebensqualität mindern. Warten Sie nicht, bis der Tod unmittelbar bevorsteht. Plätze in stationären Hospizplätze sind knapp. Wir helfen, die Zeit zwischen Krankenhaus und Hospiz zu überbrücken. Denken Sie daran, dass es für Sie bzw. Ihre erkrankten Angehörigen keinen Weg vom Pflegeheim zum Hospiz gibt. Nur direkt von der Palliativstation oder aus der häuslichen Umgebung kommend, haben Sie die Möglichkeit, in einem Hospiz Aufnahme zu finden.

Sorgen Sie mit einer Patientenverfügung dafür, die Rahmenbedingungen für Ihr Lebensende so zu gestalten, dass keine Angst vor Schmerz, Atemnot, künstlicher Ernährung, Überleben an einer Maschine usw. Sie zusätzlich belastet. Mit einer richtigen Vollmacht stellen Sie sicher, dass Ihre Wünsche auch umgesetzt werden. Fragen Sie uns. Wir helfen auch bei diesen Planungen.

 

Bei richtiger Vorsorge ist der Gedanke an Sterbehilfe bzw. Suizid überflüssig.

 

Im Bereich Altena-Nachrodt sind inzwischen 17 Begleiter ausgebildet und im Einsatz.

Wenn Sie bei uns mitarbeiten wollen, melden Sie sich. Der nächste Ausbildungskurs startet im Januar. Träger unseres ambulanten Hospizes sind: Evang. Kirche Nachrodt-Obstfeld, Evang. Kirche Altena, Evang.-reformierte Kirche Dahle, Kath. Pfarrei Altena-Nachrodt-Wiblingwerde, Arche Lüdenscheid.

 

Anmeldungen bei jedem Mitglied unserer Gemeinschaft, den jeweiligen Sekretariaten der genannten Kirchengemeinden oder bei der Kath. Erwachsenen-u. Familien-Bildung Altena-Lüdenscheid. Tel.: 02352-905290 

 

Hans Wehr

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